Den LKW-Führerschein machte Stefanie Wojtaszek über eine Umschulung. Da sie bereits eine abgeschlossene Ausbildung hatte, dauerte der Prozess etwa ein halbes Jahr. Der erste Tag mit dem neuen Führerschein ist ihr noch lebhaft in Erinnerung: „Da habe ich zu meinem Fahrlehrer gesagt: ‚Boah krass, ich darf das Ding jetzt alleine fahren?‘.“
Heute ist Stefanie Wojtaszek mit ihrem 40-Tonner hauptsächlich zwischen den VETRA-Werken in Ostfriesland unterwegs. Sie transportiert Kies und Sand – die Grundstoffe für die Betonproduktion. Dabei schätzt sie besonders, dass sie ihren Arbeitstag nahezu selbständig gestalten kann.
Jeden Mittag erhält sie von der Disposition in Aurich eine Übersicht, welche Betonmengen am nächsten Tag für die acht Standorte der VETRA Beton geplant sind. Davon leitet sie ab, welche Werke beliefert werden müssen und bespricht sich mit den Kollegen vor Ort. Auf dieser Basis entwickelt sie dann ihre Tourenplanung und Materialbeschaffung für den nächsten Tag.
Der Umgang mit dem 40-Tonner erfordert nicht nur Fahrkönnen, sondern auch technisches Verständnis. Stefanie Wojtaszek kümmert sich eigenverantwortlich um Wartung und kleinere Reparaturen. Abends kommt noch einmal der Hochdruckreiniger zum Einsatz, damit der Kipper am nächsten Tag wieder blitzblank zum Einsatz kommen kann. „Da bin ich ziemlich pingelig“, sagt sie und lacht erneut.