Im Gespräch mit Carsten Sußmann, Technischer Leiter

Über den Notfall-Service zur Führungsverantwortung

Carsten Sußmann wollte eigentlich einfach nur seine Arbeit machen. Keine große Karriere, keine Führungsverantwortung. Doch Eigeninitiative fällt auf – auch wenn man das gar nicht beabsichtigt. Wie aus einem Notfalleinsatz eine Leitungsposition wurde und was gute Führung für ihn ausmacht, erzählt Carsten Sußmann im Gespräch.

Freitagnachmittag, 16 Uhr. Während sich der ein oder andere bereits ins wohlverdiente Wochenende verabschiedet, greift Carsten Sußmann zum Telefon. Ihm ist es wichtig, zum Ende der Woche noch einmal mit allen Kollegen im Team zu sprechen. „Wie war die Woche? Ist alles in Ordnung?“ Diese Routine gehört für den Technischen Leiter der von Saldern Gruppe längst zum Führungsalltag. Doch vor zehn Jahren hätte er sich nie vorstellen können, einmal in dieser Position zu sein.

„Ich wollte ursprünglich nichts mit der Instandhaltung zu tun haben“, erinnert sich der gelernte Energie-Elektroniker offen. Negative Erfahrungen in der vorherigen Firma hatten ihn geprägt. Als er 2014 zur von Saldern Gruppe kam, sollte er sich eigentlich nur um die Silos kümmern. „Da war ich zufrieden und wollte auch bleiben.“

Doch seine Eigeninitiative und sein Engagement blieben nicht unbemerkt. Was als gelegentliche Notfall-Hilfe begann, entwickelte sich schrittweise zu mehr Verantwortung. „Über den Notfall-Service bin ich immer tiefer in die Anlagentechnik hineingerutscht“, beschreibt Sußmann die Veränderung. Seine Vorgesetzten erkannten sein Potenzial und boten ihm eine Führungsposition an. „Ich zögerte“, erinnerte sich Sußmann. „Erst beim dritten Mal Nachfragen habe ich ja gesagt.“

Stefanie Wojtaszek lernte ursprünglich Bürokauffrau, entschied sich aber 2019 für eine Umschulung zur LKW-Fahrerin. Heute ist sie als Kipperfahrerin für die von Saldern Logistik unterwegs.

Mir waren meine Vorgesetzten wirkliche Sparringspartner – das hat mir geholfen.

– Carsten Sußmann

Der Übergang zum Teamleiter wurde bewusst behutsam gestaltet. „Es gab nicht den einen Tag, an dem gesagt wurde: ‚Ab heute bist du Chef'“, betont Sußmann. Stattdessen wurde er nach und nach herangeführt, unterstützt durch gezielte Weiterbildungen. Seminare zum Thema „Vom Kollegen zum Vorgesetzten“ halfen ihm, die neue Rolle zu verstehen.

Das Hineinwachsen in die Rolle als Führungskraft war zu Beginn die größte Herausforderung. „Da waren mir meine Vorgesetzten wirkliche Sparringspartner und hatten immer ein offenes Ohr für mich – das hat mir geholfen“, gibt Sußmann ehrlich zu. Durch klare Kommunikation und den bewussten Respekt vor der fachlichen Expertise der erfahrenen Kollegen entwickelte sich eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Dabei ist ihm bewusst, dass der Erfolg vor allem dem Team zu verdanken ist. „Ohne die Arbeit der vier Jungs da draußen funktioniert nämlich gar nichts“, betont er mit Nachdruck. „Sie haben das Fachwissen – ich treffe nur die Entscheidungen.“

Heute führt Sußmann ein eingespieltes Team in der Instandhaltung. Seine Philosophie: regelmäßiger Kontakt, ehrliche Kommunikation und die Bereitschaft, selbst mit anzupacken. „Ich habe immer noch mein Werkzeug im Auto“, lacht er. Die persönliche Wahrnehmung jedes Einzelnen liegt ihm besonders am Herzen. „Es ist mir wichtig zu wissen, dass es allen gut geht.“ Wenn die Zeit bleibt, wird abends auch mal gemeinsam gegrillt. „Diese gemeinsame Zeit jenseits des Arbeitsalltags stärkt uns als Team“, ist Sußmann überzeugt.

Seine Botschaft an Kollegen mit Ambitionen ist klar: „Nicht jeder kann Chef sein, aber wer mehr machen möchte und Eigeninitiative zeigt, kann auch mehr machen.“ Bei der von Saldern Gruppe finden Menschen mit Potenzial Unterstützung – manchmal braucht es nur Geduld und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.

Über Carsten Sußmann

Carsten Sußmann ist gelernter Energie-Elektroniker für Betriebstechnik und seit 2014 bei der von Saldern Gruppe. Als Technischer Leiter verantwortet er die Instandhaltung aller Betonwerke. Zuvor war er in der Feuerwehr aktiv und sammelte dort erste Führungserfahrungen. Sußmann schätzt besonders das Betriebsklima und den Gestaltungsspielraum bei der von Saldern Gruppe. Privat entspannt er sich gerne bei der Gartenarbeit.