Die Disposition ist kein Bürojob wie jeder andere. „Es läuft fast kein Tag ganz glatt“, erklärt Kaufeld die Realität. „Ein LKW steht im Stau, ein Fahrer hat falsch beladen, der Kunde bestellt um – und Sie müssen sofort entscheiden.“ Keine Zeit für Meetings, keine Bedenkpausen. „Sie müssen jetzt eine Lösung finden, sonst landet beispielsweise der Fahrer im falschen Werk.“
Human fasst die Komplexität zusammen: „30 Fahrer – das sind 30 individuelle Köpfe. Der eine will früh anfangen, der andere früh aufhören. Dazu Urlaubsplanung, Krankmeldungen, Fahr- und Lenkzeiten. Und dann gibt es ja auch noch unsere Kunden!“
„Wer diesen Job machen will, braucht ein hohes Maß an Resilienz“, sagt Kaufeld. Darüber hinaus brauche es geistige Flexibilität, logisches Denken und viel Gelassenheit.
Kaufelds wichtigste Lektion: „Die Zusammenarbeit zwischen den Disponenten muss perfekt funktionieren.“ Jahrelang bildete er mit Christian Stegen ein eingespieltes Team. „Wir haben uns angeguckt und jeder wusste, was der andere denkt.“
Nach gut einem Jahr zieht Human eine positive Bilanz. „Jetzt bin ich da, wo ich immer hinwollte.“ Die intensive Einarbeitung zahlt sich aus, wenngleich es immer wieder neue Herausforderungen gibt. „Man lernt eben nie aus“, schmunzelt Human.