Unsere Alltagshelden: Pumpenmaschinist Jan-Christoph Wandt

Leidenschaft für große Maschinen

Während die Morgendämmerung gerade erst am Horizont aufzieht, ist Jan-Christoph Wandt bereits auf dem Weg zum Werksgelände in Horneburg. Der 31-Jährige gehört als Pumpenmaschinist zu einer kleinen Gruppe von Spezialisten, die bundesweit nur etwa 1.800 zugelassene Autobetonpumpen bedienen.

„Ich bin meist hier am Werk der Erste und am Abend der Letzte“, erzählt Wandt, der seit August 2024 am Standort Horneburg die Position als Pumpenfahrer bei der von Saldern Gruppe übernommen hat. Die Faszination für die tonnenschwere 36-Meter-Betonpumpe ist ihm anzumerken: „Für mich ist der Reiz, dass es ein anspruchsvoller Beruf ist. Man erlebt täglich neue Herausforderungen.“

Bei einer laufenden Großbaustelle für den neuen Wesertunnel in Bremerhaven erlebte er Anfang diesen Jahres besonders intensive Tage: „Erst lief es schleppend an. Aber dann gab es Tage, die waren knapp 20 Stunden lang.“ Bei einer anderen Baustelle in Aspe herrschten 0 Grad und Ostwind – „es war bitterkalt beim Betonieren“, erinnert sich der sportliche junge Mann, der lange Handball spielte.

Auf den Baustellen übernimmt Wandt eine Schlüsselrolle: Mit seinem technischen Verständnis und seinem räumlichen Vorstellungsvermögen muss er entscheiden, wo die Betonpumpe optimal positioniert wird. „Man muss immer gucken, ob man überhaupt reinkommt. Bei manchen Baustellen muss erst Platz geschaffen werden, dass man aufbauen kann“, erklärt er. „Manchmal kann man nicht richtig abstützen, da muss man dann vorsichtig aufbauen.“

Jan-Christoph Wandt hat eine Leidenschaft für große Maschinen

Ich bin meist hier am Werk der Erste und am Abend der Letzte.

– Jan-Christoph Wandt

Seine Begeisterung für große Maschinen wurde früh geweckt: „Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Hof groß geworden, schwere Maschinen haben mich schon als kleiner Junge fasziniert. Mit zwölf bin ich das erste Mal Trecker gefahren. Seitdem beschäftige ich mich mit Landmaschinen und großen Fahrzeugen.“ Diese frühe Prägung hat nicht nur seine Berufswahl beeinflusst, sondern auch sein Hobby: „Zu Hause baue ich alles selbst – aus Metall, aus Holz. Ich habe viel aus der Zeit in der Landwirtschaft mitgenommen.“

Die Arbeitszeiten sind lang – in der Hochsaison sammeln sich viele Überstunden an. Doch Wandt schätzt die Abwechslung: „Ich bin auch Kipper oder Mischer gefahren. Aber Pumpe zu fahren fordert mich mehr heraus, es ist genau mein Ding.“

Bei all den Anstrengungen sind es vor allem auch die Kollegen, die den Standort Horneburg für ihn besonders machen: „Wir sind hier ein junges Team, wir verstehen uns alle gut. Man sitzt auch nach Feierabend zusammen und schnackt ein bisschen.“

Auch die kurzen Entscheidungswege in der von Saldern Gruppe weiß er zu schätzen: „Herr von Saldern ist ab und zu selbst in Horneburg und man kann mit ihm sprechen. Wenn man Probleme hat, kann man Herrn Nienhaus anrufen und er findet eine Lösung. Man ist nicht einfach nur eine Nummer.“

Diese Mischung aus technischer Herausforderung, Eigenverantwortung und kollegialem Miteinander macht für Jan-Christoph Wandt den besonderen Reiz seines Jobs aus.

Über Jan-Christoph Wandt

Jan-Christoph Wandt ist seit August 2024 als Pumpenmaschinist bei der Fertigbeton von Saldern am Standort Horneburg tätig. Der gelernte Berufskraftfahrer sammelte zunächst Erfahrungen im Fernverkehr, bevor er vier Jahre bei der Bundeswehr diente. Nach Stationen in der Landwirtschaft kam er 2023 zur von Saldern Gruppe, wo er zunächst als Kipperfahrer bei der von Saldern Logistik und später als Mischerfahrer in Horneburg arbeitete. Seinen Feierabend verbringt er gern im Garten oder mit Handwerksarbeiten. Der gebürtige Bargstedter schätzt den kurzen Arbeitsweg und die familiäre Atmosphäre am Standort Horneburg.